WILLKOMMEN.

Herzlich willkommen auf der Homepage der Wallfahrtskirche "Mater dolorosa“ in Lutzerath-Driesch. Kirchen sind seit jeher spirituelle Orte der Stille, in denen Menschen Kraft schöpfen und Heilung suchen. Wer das anmutige Gotteshaus am Rand des Örtchens Driesch betritt, staunt zuerst einmal über ein ungewöhnliches barockes Schnitzwerk inmitten eines eigenwilligen spätgotischen Umfeldes. Schriftliche Aufzeichnungen über die Entstehung des Kunstwerkes und das Lebensschicksal seines Erbauers sind bisher leider nicht bekannt geworden. Nach der mündlichen Überlieferung ist dieses Meisterwerk um 1650/70 vermutlich von einem Bauernschreiner Bartholomäus Hammes aus dem nahen Alflen geschaffen worden. Dargestellt sind die letzten Stationen im Leben Jesu Christi in elf Relief-Szenen aus hartem Holz. Der an Figuren überquellende „Bitter-Leidens-Altar“ mit seinen drei Etagen gilt als einmaliges Meisterwerk in den rheinischen Landen, ein viel gerühmtes Zeugnis bäuerlicher Gestaltungskraft. Auf einem Höhenrücken der Vulkaneifel in der Nähe der Maare liegt das schon 1097 als „Triesche“ bezeugte Dorf. Aus der Überlieferung wissen wir, dass es dort damals ein Kapellchen mit einem Gnadenbild der „Schmerzhaften Mutter Gottes“ gab, zu dem die Menschen mit ihren Sorgen, Nöten und Freuden pilgerten. Ritter aus der Umgebung, 1447 ist eine Stiftung des Ritters Gotthard Haust von Ulmen belegt, ließen daraufhin eine Kirche errichten und die Pietà dorthin übertragen. Sie ist heute das zentrale Heiligtum der Wallfahrtskirche. Ein Schlussstein im Südchor zeigt, mit der Jahreszahl 1478 und einem Steinmetzzeichen, die Bauzeit an. Auf weiteren Schlusssteinen im Kreuzrippengewölbe sind die Wappenschilde von Stiftern der Eifeler-und Kurtrierischen Ritterschaft verewigt. Ritter Gotthard und seine adligen Kollegen übergaben der Wallfahrtskirche auch Märtyrer-Reliquien, die sie von den Kreuzzügen in Palästina mitbrachten. Die 1751 aufgestellte Orgel, erbaut von Theodor Claus aus Cochem, enthält Pfeifen eines älteren Werkes des bekannten Orgelbauers Balthasar König. Bei einem Rundgang außen um die Marienkirche entdecken Sie einen Kreuzweg aus rotem Sandstein aus dem Jahre 1755. Seit 1984 stehen die wertvolle Wallfahrtskirche und ihr nicht minder bedeutendes Inventar unter dem Schirm der Haager Konvention von 1954, die Kulturgüter schützt, die „für das kulturelle Erbe der Völker von großer Bedeutung“ sind. Ein historischer Jakobsweg, der Eifelcamino, führt über Driesch nach Trier. Als Wegweiser wurden Stelen mit der Jakobsmuschel aufgestellt.

Monatliche Gedenkmesse für die Verstorbenen der Pfarreiengemeinschaft

Bisher konnte in den ländlichen Teilen der Diözese das 1. Sterbeamt noch in zeitlicher Nähe zur Bestattung gefeiert werden. Der Weggang zweier Priester zwingt unsere Pfarreinengemeinschaft jedoch zu einem Umdenken.
Ab September 2016 wird einer Beerdigung kein Sterbeamt mehr vorausgehen.Stattdessen wird ein Trauergottesdienst der entweder von einem unserer Diakone oder Priester als Wort-Gottes-Feier in der Kirche des jeweiligen Ortes gefeiert werden.
Jeweils am 2. Freitag im Monat, findet um 19 Uhr eine Gedenkmesse für alle Verstorbenen des vorhergegangenen Monats zentral hier in der Marienkirchen in Driesch statt

Weitere Meldungen:

 Änderungen an unserem Internetauftritt
 Regelung Intentionen und Messbestellungen:
 Matthias - Pilgerstein an der Driescher Kirche

Driescher Mariengebet

Das nachfolgende Mariengebet hat einen uralten Ursprung. Soweit festzustellen war, wurde es nur in Driesch gebetet.

Bis ins Jahr 1908 betete man das Mariengebet ausschließlich in Eifeler Mundart. Der damalige Dorflehrer Minas übersetzte es dann in die gebräuchliche hochdeutsche Sprache. Die ursprünglich plattdeutsche Fassung ist aber ebenfalls überliefert worden.


"O du milde, süße Jungfrau, in all unserem Trübsal komm uns zur Hilfe, du allerseligste Jungfrau Maria.

O Herr Jesu Christi, wir bitten dich durch deine Mutter, die Jungfrau Maria, deine süße Mutter der Barmherzigkeit, steh uns bei jetzt und besonders in der Stunde unseres Absterbens.

O ihr heiligen Engel Gottes bittet für uns arme Sünder und behütet uns vor dem bösen Geiste, vor Sünd und Schand am allermeisten auf das wir die Gnade Gottes erlangen und Gott uns die ewige Belohnung gebe. Maria die Jungfrau mit ihrem Kinde wolle uns allezeit bewahren vor einem jähen und unversehenen Tod, vor aller Gefährlichkeit des Leibes und der Seele behüte uns der Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.“

Text: 05/2011 von Ingrid Blang, Driesch. Foto: Volker John

Die Driescher Glocken als Klingelton

Seit Mai 2015 verfügt die Marienkirche Driesch über insgesamt vier Glocken. Wer sich das nicht nur auf unserer Internetseite anhören möchte, kann sich das Läuten hier downloaden, um es zum Beispiel als Klingelton für sein Handy zu verwenden.

GlockenMarienkircheDriesch.mp3 - Länge: 60,31 Sekunden - Größe: 714 KB - herunterladen

 

 

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 Öffnungszeiten

Für Besichtigungen ist unsere Kirche wie folgt geöffnet:

Kirchenführungen können im Kath. Pfarramt Ulmen, Telefon: 02676-95 10 70 oder unter: pfarramt.info (at) kirche-ulmen.de vereinbart werden.

 Pilgerstempel

Den Pilgerstempel finden Sie im Eingangsbereich der Kirche.

 Kulturdenkmal

Seit 1984 steht die Marienkirche Driesch unter dem Schutz der Haager Konvention für Kulturgut.